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Nutzungsausfall Entschädigung

Nutzungsausfall Entschädigung

Nutzungsausfall trotz langer Lieferzeit - sofort

 

Wichtig: Dieser Textbaustein ist so konzipiert, dass der Kunde ihn selbst an die Versicherung schickt. Denn die Nutzungsausfallentschädigung steht in den seltensten Fällen dem Autohaus bzw. der Werkstatt per Abtretung zu.

 

Im Hinblick auf die Nutzungsausfallentschädigung weise ich auf Folgendes hin: Ich habe mir aus Anlass des Unfalls einen Neuwagen bestellt. Der wird wegen der derzeitigen Lieferzeitproblematik erst in einigen Wochen / einigen Monaten geliefert.

 

Nutzungsausfallentschädigung steht mir natürlich nur für die Zeit bis zur hypothetischen Beschaffung eines dem Unfallfahrzeug gleichwertigen Fahrzeugs zu. Dieser Zeitraum beträgt laut Gutachten ... Tage. Hinzuzurechnen sind die ... Tage, bis mir das Gutachten als Entscheidungsgrundlage schriftlich vorlag.

 

Die von mir in Kauf genommene lange Lieferzeit spricht nicht gegen meinen Nutzungswillen. Dies belegen folgende Gerichtsentscheidungen:

 

Das OLG Düsseldorf hat es gut auf den Punkt gebracht: Der hypothetische Nutzungswille jedenfalls des privaten Halters bzw. Eigentümers ist grundsätzlich zu vermuten (Urteil vom 26.4.2004, Az: I-1 U 177/03).

 

In einem Fall des AG Berlin-Mitte hatte die Geschädigte nach dem Unfall 13 Monate lang gespart, um sich ein besseres Auto kaufen zu können. Sie bekam dennoch die Nutzungsausfallentschädigung für die ersten Tage zugesprochen. Das Gericht wörtlich: „Da die Klägerin ihr Fahrzeug vor dem Unfall genutzt hat und keinerlei Anhaltspunkte dafür gegeben sind, dass die Klägerin auch ohne den Unfall ihr Fahrzeug ab dem ... nicht mehr genutzt hätte, ist davon auszugehen, dass sie auch für die Zeit nach dem Unfall noch einen Nutzungswillen hatte. Die Klägerin hat auch nachvollziehbar dargelegt, dass sie nur deshalb so lange mit der Ersatzbeschaffung gewartet hat, weil sie den Unfall zum Anlass genommen hat, ein höherwertiges Fahrzeug zu erwerben.“ (Urteil vom 3.5.2006, Az: 110 C 3355/05)

 

Beim BGH heißt es: „Nach diesen Kriterien hat der Ersatzpflichtige für den vorübergehenden Verlust der Nutzungsmöglichkeit eines Kraftfahrzeuges auch dann eine Entschädigung zu leisten, wenn sich der Geschädigte einen Ersatzwagen nicht beschafft hat.“ (Urteil vom 10.6.08, Az: VI ZR 248/07)

 

Wenn man laut BGH gar kein Ersatzfahrzeug erwerben muss, um in den Genuss der Nutzungsausfallentschädigung zu kommen, kann eine verzögerte Ersatzbeschaffung denknotwendiger Weise erst recht kein Hindernis sein.

 

Und deshalb ist die Entschädigung auch sofort fällig. Keinesfalls dürfen Sie sie zurückhalten, bis ich Ihnen die Zulassung des Ersatzfahrzeugs nachweise. Denn weil ich laut BGH gar kein Ersatzfahrzeug anschaffen müsste, kann der Nachweis einer Ersatzbeschaffung auch keine Anspruchsvoraussetzung sein.

 

Ich bitte daher um sofortige Abrechnung des Ausfallschadens.